Krypto Verlustausgleich Österreich – So holst du dir Geld zurück (2026)

Bitcoin im Minus. Der Markt hat dich erwischt. Das tut weh.

Aber weißt du was? Der Staat kann dir dabei helfen, den Schmerz etwas zu lindern – zumindest steuerlich. Denn in Österreich kannst du Krypto-Verluste mit anderen Kapitalgewinnen verrechnen und so zu viel bezahlte Steuern zurückbekommen.

Wie das genau funktioniert, was erlaubt ist und was nicht – das erklären wir dir hier.

 

1. Was ist der Verlustausgleich überhaupt?

 

Wenn du im Laufe eines Kalenderjahres sowohl Gewinne als auch Verluste mit Kapitalanlagen machst, musst du nicht den vollen Gewinn versteuern. Du darfst Verluste gegen Gewinne aufrechnen – und zahlst nur auf den Nettogewinn Steuer.

Das klingt logisch. Aber viele Anleger wissen nicht, dass das auch für Krypto gilt – und dass es sogar über verschiedene Anlageklassen hinweg funktioniert.

 

In Österreich unterliegen Kryptowährungen seit 2022 dem Sondersteuersatz von 27,5 % KeSt. Und genau weil dieser Satz gilt, können Krypto-Verluste mit allen anderen Kapitalanlagen verrechnet werden, die ebenfalls mit 27,5 % versteuert werden – also Aktien, ETFs, Anleihen, Dividenden und mehr.

Punkt: Krypto-Verluste können mit Gewinnen aus Aktien, ETFs und Dividenden verrechnet werden – und umgekehrt.

 

2. Ein konkretes Beispiel

 

Stell dir vor, du hast im Jahr 2025 folgende Kapitalerträge:

Gewinn aus dem Verkauf von ETF-Anteilen: +8.000 €
Verlust aus dem Verkauf von Bitcoin: −3.000 €

Ohne Verlustausgleich würdest du 27,5 % auf 8.000 € zahlen – das sind 2.200 € Steuer.

Mit Verlustausgleich zahlst du nur auf 5.000 € – das sind 1.375 € Steuer.

Du sparst dir 825 € – einfach weil du den Verlustausgleich geltend gemacht hast.

 

Das Gleiche funktioniert auch andersherum: Verluste aus ETF-Verkäufen können mit Krypto-Gewinnen verrechnet werden.

Punkt: Verluste reduzieren deinen steuerpflichtigen Gewinn – und damit deine Steuerlast direkt.

 

3. Steuereinfacher Broker – reicht das nicht automatisch?

 

Hier irren viele. Auch wenn du bei einem steuereinfachen Broker wie Bitpanda handelst, passiert der Verlustausgleich mit anderen Anlageklassen nicht automatisch.

Warum? Weil Bitpanda nur deine Krypto-Transaktionen kennt – nicht dein ETF-Depot bei einer anderen Bank oder deinen Aktiengewinn woanders.

 

Was automatisch passiert: Verluste und Gewinne innerhalb derselben steuereinfachen Plattform werden automatisch verrechnet. Wenn du also bei Bitpanda Bitcoin mit Verlust verkaufst und gleichzeitig bei Bitpanda ETF-Gewinne machst, verrechnet Bitpanda das direkt.

 

Was du selbst machen musst: Den Verlustausgleich über verschiedene Anbieter hinweg – also Krypto-Verluste bei Bitpanda gegen Aktiengewinne bei deiner Bank – musst du selbst über die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend machen.

Das klingt aufwändig – ist es aber nicht. Dafür brauchst du die Jahressteuerausweise aller Depots und Plattformen. → https://genb.at/Steuer-Dokumentation/

 

Punkt: Steuereinfacher Broker ≠ automatischer Verlustausgleich über alle Anbieter. Den Rest machst du selbst per Steuerausgleich.

 

4. So machst du den Verlustausgleich geltend

 

Der Weg ist einfacher als du denkst:

 

Schritt 1: Sammle alle Jahressteuerausweise. Von jedem Broker, jeder Krypto-Plattform, jeder Bank wo du Kapitalanlagen hast.

Schritt 2: Dokumentiere alle Krypto-Transaktionen. Blockpit erstellt dir automatisch einen österreichischen Steuerbericht – mit allen Gewinnen, Verlusten und dem richtigen Format für das Finanzamt.

Schritt 3: Steuerausgleich beantragen. Über FinanzOnline oder mit einem Steuerberater reichst du das richtige Formular ein. Dort gibst du alle Kapitalerträge und Verluste ein – das Finanzamt berechnet den Ausgleich und überweist zu viel bezahlte Steuer zurück.

Schritt 4: Rückerstattung kassieren. Wenn du mehr Steuer bezahlt hast als du nach Verlustausgleich schuldest, bekommst du die Differenz zurück.

Punkt: Formular ausfüllen, Verluste eintragen, Rückerstattung bekommen. So einfach ist das Prinzip.

 

5. Was beim Verlustausgleich nicht geht

 

Damit keine falschen Erwartungen entstehen – hier die klaren Grenzen:

 

Krypto-Verluste können nicht mit regulärem Einkommen verrechnet werden. Wer 10.000 € Bitcoin-Verlust hat und 50.000 € Gehalt bezieht, kann den Verlust nicht von der Einkommensteuer auf das Gehalt abziehen.

Es gibt keinen Verlustvortrag ins nächste Jahr. Verluste, die du in einem Kalenderjahr nicht durch Gewinne ausgleichen konntest, verfallen steuerlich. Sie können nicht ins nächste Jahr mitgenommen werden.

Der Verlustausgleich funktioniert nur innerhalb desselben Steuerjahres. Was 2024 nicht ausgeglichen wurde, ist weg.

 

Punkt: Verlustausgleich ja – aber nur innerhalb des Jahres und nur mit gleich besteuerten Kapitalerträgen.

 

6. Warum Dokumentation hier besonders wichtig ist

 

Beim Verlustausgleich musst du dem Finanzamt genau nachweisen können, welche Verluste du wann realisiert hast. Ohne saubere Dokumentation kein Verlustausgleich – und kein Geld zurück.

Wer viele Transaktionen hat oder auf mehreren Plattformen handelt, kommt an einem Tool wie Blockpit nicht vorbei. Es importiert automatisch alle Trades, berechnet Gewinne und Verluste nach österreichischem Recht und liefert einen fertigen Bericht für das Finanzamt.

 

Wer zusätzlich seine Bitcoin sicher auf einem Ledger oder Trezor verwahrt, kann auch dort über die Wallet-Adresse die vollständige Transaktionshistorie abrufen und in Blockpit importieren.

 

Punkt: Ohne Dokumentation kein Verlustausgleich. Blockpit macht das automatisch.

 

FAQ: Krypto Verlustausgleich Österreich

 

Kann ich Krypto-Verluste mit Aktiengewinnen verrechnen?


Ja. In Österreich können Krypto-Verluste mit Gewinnen aus Aktien, ETFs, Anleihen und Dividenden verrechnet werden – und umgekehrt. Voraussetzung ist, dass alle Erträge dem 27,5 % KeSt-Satz unterliegen.

 

Wie beantrage ich den Verlustausgleich in Österreich?


Über die Einkommensteuererklärung. Du gibst alle Kapitalerträge und Verluste ein – das Finanzamt berechnet den Ausgleich und erstattet zu viel bezahlte Steuer zurück.

 

Macht Bitpanda den Verlustausgleich automatisch?


Nur innerhalb der eigenen Plattform. Verluste bei Bitpanda werden automatisch mit Gewinnen bei Bitpanda verrechnet. Verluste über verschiedene Anbieter hinweg musst du selbst per Formular geltend machen.

 

Kann ich Krypto-Verluste mit meinem Gehalt verrechnen?


Nein. Krypto-Verluste können nur mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden, die dem 27,5 % KeSt-Satz unterliegen. Eine Verrechnung mit Einkommen aus Gehalt ist nicht möglich.

 

Gibt es einen Verlustvortrag bei Krypto in Österreich?


Nein. Verluste, die im laufenden Kalenderjahr nicht ausgeglichen werden konnten, verfallen steuerlich. Es gibt keinen Verlustvortrag ins nächste Jahr.

 

Welche Unterlagen brauche ich für den Verlustausgleich?


Du benötigst die Jahressteuerausweise aller Depots und Plattformen sowie einen vollständigen Krypto-Steuerbericht. Tools wie Blockpit erstellen diesen automatisch nach österreichischem Recht.

 

Lohnt sich der Verlustausgleich bei kleinen Beträgen?


Ja. Jeder Euro Verlust reduziert deinen steuerpflichtigen Gewinn – und spart dir 27,5 Cent Steuer. Bei größeren Verlusten können das schnell hunderte oder tausende Euro Rückerstattung sein.

 

Fazit

 

Krypto-Verluste tun weh. Aber sie sind nicht vollständig verloren – zumindest steuerlich nicht.

Wer seine Verluste korrekt dokumentiert und mit anderen Kapitalgewinnen verrechnet, bekommt einen Teil der gezahlten Steuer zurück. Das ist kein Trick – das ist dein gesetzliches Recht.

Wichtig: Es läuft nicht automatisch. Du musst aktiv werden – mit dem Formular E1kv, sauberer Dokumentation und im besten Fall einem Tool wie Blockpit, das dir die Arbeit abnimmt.

 

DISCLAMER

 

29.06.2026 09:48

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